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Lehrstuhl für Pädagogik und Intervention bei Beeinträchtigungen von Sprache und Kommunikation

Forschung

PräSent - Prädiktoren für die Sprachentwicklung

Die sprachliche Entwicklung beginnt bereits vor der Produktion der ersten Wörter und zeigt sich schon früh in der Kombination von Lauten und Gesten. Im Projekt wird untersucht, wie Meilensteine der Vokalisations- und Gestenentwicklung am Ende des ersten Lebensjahres zusammenwirken und welche Bedeutung sie für die spätere Sprachentwicklung haben – bei einsprachig deutsch sowie mehrsprachig aufwachsenden Kindern.

In einer längsschnittlichen Studie mit 150 Kindern im Alter von 9 bis 24 Monaten werden frühe sprachliche Vokalisationen, gestische Kompetenzen und ihre Kombination multimodal erfasst. Neben grundlegenden Erkenntnissen zur frühen Kommunikationsentwicklung werden praxisnahe Beobachtungs- und Befragungstools erprobt, die eine frühe, zeitökonomische Identifikation von Kindern mit Sprachentwicklungsrisiken ermöglichen sollen. Die so erzielten Ergebnisse können somit die Grundlage für die Entwicklung und Evaluation eines multimodalen Screeningtools zur validen, zeitökonomischen und kostengünstigen Identifikation von Risikokindern zum Zeitpunkt der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchung U6 (10.-12. Lebensmonat) darstellen.

Projektlaufzeit: 03/2026 – 03/2029  
Projektleitung: Prof. Dr. Carina Lüke, Dr. Verena Frank & Dr. Daniela Eiband  
Projektmitarbeiterinnen: Caterina Verganti & Jana Seidel  
Studentische Mitarbeiterinnen

Annika Schmidt, Tabea Hitzler, Natalia Reicher, Sophia Gastl 

 
Projektförderung: Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 573083140.

 

Wir befinden uns aktuell in der Rekrutierungsphase und suchen daher bis April 2027 Familien mit Kindern,

  • die bei Anmeldung jünger als 9 Monate sind,
  • die ein- oder mehrsprachig aufwachsen,
  • die derzeit keine diagnostizierte Entwicklungsstörung aufweisen.

Haben Sie selbst ein Kind in diesem Alter oder kennen interessierte Familien? Melden Sie sich gerne direkt bei uns an oder leiten Sie unseren Online-Flyerweiter.

SI-Projekt

Studie zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen diagnostizierten sprachlichen Auffälligkeiten und Sensorischer Integration

Jeder Mensch nimmt permanent über verschiedene Sinneskanäle, wie beispielsweise das Sehen, Hören oder Fühlen, Reize aus der Umwelt oder dem eigenen Körper wahr. Den neurologischen Prozess, bei welchem diese Sinneseindrücke im Gehirn verarbeitet, geordnet, verknüpft und interpretiert werden, nennt man „Sensorische Integration“ (SI). Im Laufe des Lebens werden immer mehr Sinneserfahrungen „sensorisch integriert“. So spielt SI eine zentrale Rolle in der gesamten Entwicklung des Kindes, da das Kind seine Erfahrungen nutzt um Neues zu erlernen. Im Rahmen unserer Studie werden wir mögliche Zusammenhänge zwischen Sensorischer Integration und sprachlicher Entwicklung bei Kindern im Alter zwischen drei und sieben Jahren untersuchen.

Projektlaufzeit: seit Dezember 2023  
Projektleitung: Sabine Rüdenauer und Dr. Simone Schäffner  
Kooperierende SI-TherapeutInnen: Katja Ebeling und Caroline Staib
Studentische Mitarbeiterinnen im Rahmen von Abschlussarbeiten: Pia Schäffner und Johanna Weissgerber

ModaKiS

Modalitätsspezifische Effekte in der Sprachverarbeitung bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörung

Sprachverarbeitung erfordert häufig eine Kombination aus auditiver, visueller, vokaler und manueller Informationsverarbeitung. Genauer kann Sprache über die auditive oder visuelle Inputmodalität wahrgenommen und über die vokale oder manuelle Outputmodalität produziert werden. Erfolgreiche Kommunikation benötigt meist eine Kombination aus Input- und Outputmodalitäten. Untersuchungen zeigen, dass die Kombination von Input und Output einen entscheidenden Einfluss auf die sprachliche Verarbeitung nimmt – insbesondere wenn es zu einem Modalitätswechsel kommt. Im geplanten Vorhaben sollen erstmals Effekte von Modalitätskompatibilität bei Kindern sowie mögliche Zusammenhänge zur sprachlichen Entwicklung untersucht werden.

Projektlaufzeit: 11/2022 - 01/2026
Projektleitung: Dr. Simone Schäffner und Prof. Dr. Carina Lüke 
Projektmitarbeiterin: Vera Wolfrum 

 

 

Multitasking

Multitasking-Studie zur Untersuchung von Modalitätseffekten bei bimodal bilingualen Personen

Alltägliche Kommunikationssituationen erfordern häufig Multitasking-Fähigkeiten im Sinne eines schnellen Wechselns zwischen unterschiedlichen sprachlichen Modalitäten. In bisherigen Untersuchungen zu Modalitätseffekten im sprachlichen Multitasking wurde visuelle und manuelle Informationsverarbeitung ausschließlich auf die Verarbeitung von Schriftsprache bezogen. Gebärdensprache sowie Gebärdensprachkenntnisse wurden dabei nicht berücksichtigt. Ziel der aktuellen Studie ist es, Modalitätseffekte während des sprachlichen Multitaskings erstmals unter dem Einfluss von Gebärdensprache zu untersuchen.

Projektlaufzeit: 05/2022 – 04/2023  
Projektleitung: Dr. Simone Schäffner und Prof. Dr. Carina Lüke 
Kooperationspartnerin: Dr. Heike Kühn (Comprehensive Hearing Center, Uniklinik Würzburg) 
Studentische Mitarbeiterinnen im Rahmen von Abschlussarbeiten: Felizitas Klein und Jule Moschall 

SprESE

Wechselbeziehungen von sprachlichen, emotionalen und sozialen Kompetenzen bei Schulkindern

Die emotionale, soziale und frühe lautsprachliche Entwicklung sind als sich gegenseitig bedingende Einheit zu verstehen. Die Sprachentwicklung kann ohne den verbalen, non-verbalen und sozialen Input des kindlichen Umfeldes nicht einsetzen. Vice versa werden über den interaktiven Austausch mit Bezugspersonen über Objekte aus dem kindlichen Umfeld nicht nur die rezeptiven und expressiven Sprachkompetenzen, sondern auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten erweitert. Es stellt sich die Frage, welche Art von Wechselbeziehungen zwischen diesen Entwicklungsbereichen vorliegen und welche Bedeutung sie für die Entstehung von sprachlichen, emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen haben.

Projektlaufzeit: seit 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Carina Lüke und Prof. Dr. Roland Stein
Projektmitarbeiterin: Stephanie Zwirnmann, M.A.

Forschungsprojekt 'Starke Stimme Macht Schule'

Das Projekt zielt darauf ab, einen substanziellen Beitrag zur langfristigen Gesunderhaltung der stimmlichen Leistungsfähigkeit zukünftiger Sonderschullehrer/innen im Berufsalltag zu leisten.

Projektlaufzeit: fortlaufendes Projekt seit 2016
Projektleitung: Dr. Anne Jurkutat
ProjektmitarbeiterInnen: Kathrin Heeg,, Dr. Fabian Kraus
Studentische Mitarbeiterin: Julia Guntermann

Curriculumbasierte Messung und Fördermaßnahmen im Lesen an Sprachheilschulen

Projektlaufzeit: seit 2014
Projektleitung: Dr. Claudia Stock
Zusammenarbeit mit: Maria-Stern-Schule Würzburg

Neunormierung der Rechtschreibtests DERET 1-2+ und DERET 3-4+

Das Projekt befasst sich mit der Neunormierung der Deutschen Rechtschreibtests für die Klassenstufen 1 bis 4 (DERET 1-2+ und DERET 3-4+, jeweils Stock & Schneider, 2008). Die an der Universität Würzburg entwickelten Testverfahren zur Erfassung der Rechtschreibleistungen im Grundschulalter befinden sich seit 2008 in der Anwendung und zählen mittlerweile zu den etabliertesten Verfahren in der Diagnostik lese-rechtschreibschwacher Kinder. Die Testverfahren basieren auf wissenschaftlichen Forschungserkenntnissen hinsichtlich des Wissensstands und des Leistungsvermögens von Grundschulkindern der jeweiligen vier Jahrgangsstufen auf dem Gebiet der Rechtschreibung.

Projektleitung: Dr. Claudia Stock
Projektmitarbeiterin: Dr. Regina Götz

IkoGeWo

Ikonische Gesten als Methode zur effektiven Vermittlung unbekannter Wörter in inklusiven Settings

Ziel des Projektes ist es, den Einsatz von Gesten mit einem hohen Grad an Ikonizität, also sehr bildhafte Gesten (ikonische Gesten), zur Vermittlung unbekannter Wörter in inklusiv arbeitenden Kindertageseinrichtungen und Grundschulen zu untersuchen und hierbei insbesondere die Auswirkungen des Gesteneinsatzes bei Kindern mit Erschwernissen im Spracherwerb (Sprachentwicklungsverzögerung, Sprachentwicklungsstörung, keine Deutschkenntnisse) zu betrachten.

Projektleitung: Prof. Dr. Carina Lüke
Projektmitarbeiterin: Nathalie Frey und Verena Frank
Studentische Mitarbeiterinnen: Jana Seidel, Emilie Egger, Annika Gugel und Christine Rusch

 

Mottier-Forschungsprojekt

Der Mottier-Test (Mottier, 1951) wird im deutschsprachigen Raum für die Untersuchung der Leistung des phonologischen Arbeitsgedächtnis häufig in der Sprachentwicklungsdiagnostik verwendet. Bislang liegen jedoch keine Normwerte für 3- und 4-jährige, ein- und mehrsprachig aufwachsende Kinder, vor (Wild & Fleck, 2013).

In Kooperation mit Prof. Dr. Anja Starke von der Universität Bremen, führt der Lehrstuhl für Sonderpädagogik III – Sprachheilpädagogik daher eine Normierungsstudie in Deutschland durch. Weitere methodische Fragestellungen werden in Kooperation mit Maren R. Eikerling und Theresa Bloder untersucht.

Projektleitung: Prof. Dr. Carina Lüke und Prof. Dr. Anja Starke
Projektmitarbeiterinnen: Kathrin Heeg & Nathalie Frey

Glut 1

Sprechmotorische Störungen bei Glukosetransporter (Glut1) – Defekt

Forschungsvorhaben in Kooperation mit
der neuropädiatrischen Abteilung des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau
der Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsychologie (EKN) des Instituts für Phonetik
und Sprachverarbeitung (IPS) der Ludwig-Maximilians-Universität München

Der Glut1-Defekt ist eine genetisch bedingte, seltene Stoffwechselerkrankung, die erstmalig 1991 beschrieben wurde. Die phänotypische Ausprägung der Störung manifestiert sich in einer sehr breiten Varianz (Brockmann 2014). Es werden mehrere atypische Formen beschrieben, die sich im Spannungsfeld zwischen einer komplexen Bewegungsstörung, einer Epilepsie und einer globalen psychomotorischen Entwicklungsverzögerung bewegen (Klepper 2004). Die Art der pathologischen Bewegungsmuster variiert individuell erheblich. Der Auswirkungen des Glut1-DS auf die Entwicklung von Sprache und Sprechen wurden bisher nur sehr vereinzelt am Rande untersucht und sind demzufolge kaum verstanden und praktisch unerforscht.

Projektlaufzeit: zunächst 12 Monate ab September 2021, ggf. Verlängerung um 3 Jahre
Projektleitung: Dr. Anne Jurkutat,Prof. Dr. med. Jörg Klepper
Projektmitarbeiter*innen: Martina Barthold, Regina Götz, Dr. Theresa Schölderle, Elisabet Haas, Prof. Dr. Detlef M. Hansen

Längsschnittliche Untersuchung der vokalen Expansionsphase vom 3. bis zum 7. Monat - Signalanalytische Charakterisierung melodischer und artikulatorischer Eigenschaften in Comfort-Lauten

Verena Voit

betreut durch: Prof. Dr. Detlef M. Hansen


in Zusammenarbeit mit: Prof. Dr. Kathleen Wermke
                                                  Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) 
                                                 der Poliklinik für Kieferorthopädie Würzburg

'COPROF' Computerunterstützte Profilanalyse

Ein linguistisches Untersuchungsverfahren für die sprachdiagnostische Praxis von Harald Clahsen & Detlef Hansen.


Rückfragen per E-mail an Prof. Dr. Detlef Hansen

Explorativ-evaluatorische Überprüfung computer-basierten Lernens zur Verbesserung der Lesefähigkeit bei lernbeeinträchtigten Kindern (vorläufiger Arbeitstitel)

Isabell Preuß MA

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen

 

 

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Eigenschaften kanonischer Babbellaute gesunder Kinder mit deutscher Umgebungssprache – ein Beitrag zur Identifizierung frühdiagnostischer Parameter

Sandra Pachtner, M.A.

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen

in Zusammenarbeit mit:

Prof. Dr. K. Wermke

Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) der Poliklinik für Kieferorthopädie Würzburg

Charakterisierung vorsprachlicher Komfortvokalisationen von Kindern mit orofazialen Spaltbildungen vor und nach operativem Gaumenverschluss

Daniela Eiband, MA

betreut durch:

Prof. Dr. D. Hansen

 

in Kooperation mit: Prof. Dr. K. Wermke

Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) der Poliklinik für Kieferorthopädie Würzburg

Förderung des Leseverständnisses durch Mental Imagery

 

Dr. Claudia Stock

André Grandl

Miriam Oppmann

Prof. Dr. Detlef M. Hansen

in Zusammenarbeit mit:

M. Fuchs

Rektor der Maria-Stern-Schule Würzburg

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Sprachentwicklung bei Kindern mit Kiefer-, Gaumen-, Segelspalten

Dr. Anne Jurkutat MA/MSc/Logopädin

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen

in Zusammenarbeit mit:

Prof. Dr. K. Wermke

Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) der Poliklinik für Kieferorthopädie Würzburg

Prof. Dr. A. Stellzig-Eisenhauer

Poliklinik für Kieferorthopädie Würzburg

Prof. Dr. R. Hagen

Priv. Doz. Dr. Ch. Völter

Klinik- und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke Würzburg

gefördert durch:

Universitätsbund Würzburg e. V.

Vergleich französischer und deutscher Babylaute - ein Beitrag zur Frühdiagnose von Spracherwerbsstörungen

Birgit Mampe MA

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen

 

 

in Zusammenarbeit mit:

Prof. Dr. K. Wermke

Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) der Poliklinik für Kieferorthopädie Würzburg

Dr. A. Christophe

Laboratoire de Sciences Cognitives et Psycholinguistique Paris

Förderung beantragt bei:

Wilhelm H. Ruchti - Stiftung

gefördert durch:

FAZIT-Stiftung

Die erworbene Aphasie im Kindesalter - eine katamnestische Untersuchung

Katharina Rupp MA/klinische Linguistin

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen

 

in Zusammenarbeit mit:

Prof. Dr. G. Rickheit

Lehrstuhl für klinische Linguistik der Universität Bielefeld

Funktionales Stimmtraining versus Tonale Stimmtherapie - ein Vergleich beider Therapiekonzepte

Rebekka Hülswitt Stud. MA

Katharina Rehm Stud. MA

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen

in Zusammenarbeit mit:

PD Dr. med. J. Pahnke

Arzt für HNO-Heilkunde, Würzburg

Stimmbildung für Lehrer - ein Konzept und seine Wirksamkeit

Christine Braun Stud. Dipl.-Päd.

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen

 

in Zusammenarbeit mit:

Prof. Dr. H-J. Petsch

Lehrstuhl für Evangelische Theologie

Institut für Pädagogik an der Universität Würzburg

Poltern bei erwachsenen Berufsschülern mit Lernbehinderung - zur Intervention aus sprachtherapeutischer Sicht

Matthias Kraus B.Sc., M.A., Logopäda

betreut durch:

Prof. Dr. D.M. Hansen