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    Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik

    SprESE

    Wechselbeziehungen von sprachlichen, emotionalen und sozialen Kompetenzen bei Schulkindern

    Die emotionale, soziale und frühe lautsprachliche Entwicklung sind als sich gegenseitig bedingende Einheit zu verstehen. Die Sprachentwicklung kann ohne den verbalen, non-verbalen und sozialen Input des kindlichen Umfeldes nicht einsetzen. Vice versa werden über den interaktiven Austausch mit Bezugspersonen über Objekte aus dem kindlichen Umfeld nicht nur die rezeptiven und expressiven Sprachkompetenzen, sondern auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten erweitert. Es stellt sich die Frage, welche Art von Wechselbeziehungen zwischen diesen Entwicklungsbereichen vorliegen und welche Bedeutung sie für die Entstehung von sprachlichen, emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen haben.

    Meta-analytische und systematische Untersuchungen aus dem anglophonen Sprachraum der letzten 20 Jahre zeigen, dass Kinder mit sozial-emotionalen Beeinträchtigungen oder Störungen deutlich geringere Sprachkompetenzen besitzen als unbeeinträchtigte Peers und dass wiederum Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen im Vergleich zu sprachlich typisch entwickelten Kindern ein erhöhtes Risiko für emotionale und soziale Beeinträchtigungen haben. Hinzu kommt, dass insbesondere bei Kindern mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen sprachliche Schwächen sehr oft unentdeckt bleiben.

    Aus Deutschland liegen bislang nur wenige Daten zu den Wechselbeziehungen von sprachlichen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten bei Schulkindern mit Förderbedarf in mindestens einem der genannten Entwicklungsbereiche vor. Im Projekt SprESE werden daher systematisch die sprachlichen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten von Kindern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf und die Berücksichtigung dieser Kompetenzen für die Unterrichtsgestaltung und Förderung der Kinder in Deutschland untersucht.


    Projektlaufzeit: seit 2021

    Projektleitung: Prof. Dr. Carina Lüke und Prof. Dr. Roland Stein

    Projektmitarbeiterin:  Stephanie Zwirnmann, M.A.

    Studentische Mitarbeiter*innen: Antonia Schneider, Greta Beller

     

    Veröffentlichungen:

    Zwirnmann, St. (2023, Juni). Sprachliche und emotional-soziale Kompetenzen bei Kindern im Förderschwerpunkt Sprache. Vortrag beim 51. dbl Kongress, Erlangen.

    Zwirnmann, S., Lüke, C., & Stein, R. (2023). Sprachliche und emotional-soziale Beeinträchtigungen. Komorbiditäten und Wechselwirkungen. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, 91(2022). http://dx.doi.org/10.2378/vhn2022.art44d

    Zwirnmann St., Lüke, C., & Stein, R. (2022, November). Komorbiditäten zwischen sprachlichen und emotional-sozialen Beeinträchtigungen. Vortrag bei der 12. internationalen Tagung über Sprachentwiclungsstörungen (ISES 12), Marburg.

    Zwirnmann, St. & Lüke, C. & Stein, R. (2022, September). Emotional-soziale Auffälligkeiten bei Kindern im Förderschwerpunkt Sprache. Vortrag auf der 57. Jahrestagung der Sektion Sonderpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Halle/Saale. 

    Zwirnmann, St. & Lüke, C. & Stein, R. (2022, April). SES und emotional-soziale Entwicklungsbeeinträchtigungen – Überblick über Komorbiditäten. Posterpräsentation beim 34. Workshop Klinische Linguistik, Würzburg, digital. 

    Zwirnmann, St. & Lüke, C. & Stein, R. (2021, September). Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern mit sozial-emotionalen Beeinträchtigungen – Ein Überblick zu möglichen Wechselbeziehungen. Vortrag auf der 56. Jahrestagung der Sektion Sonderpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Würzburg, digital. 

    Zwirnmann, St. (2020, März). Früherkennung sprachlicher Risikokinder – Konzeption einer mehrdimensionalen Entwicklungsdiagnostik. Vortrag beim 9. Forschungssymposium von dbl und dbs, Erlangen.