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The Studyworkshop of the Institute for Special Education

Forschung

Aktuelle Forschungsprojekte

  • Professionalisierung angehender Grundschullehrkräfte im Bereich informatischer Bildung: Evaluation eines Lehrprojekts zur Förderung medienpädagogischer Kompetenzen im Bereich Informatik

Projektteam

Tina Jocham (Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik)

Holger Wilhelm (Didaktische Lern- und Forschungsstelle des Instituts für Sonderpädagogik)

Projektlaufzeit

seit April 2022

Durch die Schaffung von Erprobungsräumen in der Lehrkräftebildung kann der Erwerb von elementarem informatischem Wissen bei Studierenden unterstützt werden. Studien zeigen, dass praktische Erfahrungen Hemmungen und negative Vorstellungen von Lehrkräften über Informatik abbauen können (Haselmeier 2019, 92-93).

In dem Lehrprojekt zur Förderung medienpädagogischer Kompetenzen im Bereich Informatik geht es einerseits darum, informatische Kompetenzen am Beispiel konkreter Phänomene aus dem Curriculum der Grundschule grundzulegen. Andererseits soll die Bereitschaft der Studierenden gesteigert werden, informatische Inhalte in ihren künftigen Unterricht einzubinden.

Der Fokus der Lehrveranstaltung liegt auf dem Thema „Algorithmen in der Grundschule“. Das Ziel des Seminars besteht sowohl in der Vermittlung technologisch-funktionalen Wissens als auch in der Anbahnung eines grundlegenden Verständnisses für informatische Konzepte und Prozesse. Der Inhaltsbereich „Algorithmen“ bietet hierbei diverse curriculare Anknüpfungspunkte, um lebensweltbezogene Phänomene von Grundschulkindern vielperspektivisch zu thematisieren.

Die Studierenden des Fachs Grundschuldidaktik (Studiengänge LA Grundschule und Sonderpädagogik) setzen sich mit exemplarisch ausgewählten Unterrichtskonzeptionen und Lehr-Lernmedien auseinander, die von ihnen erprobt, diskutiert und hinsichtlich ihres didaktischen Potenzials reflektiert werden (z.B. Digital Starter-Boxen, Scratch, Blue-Bots). Darauf aufbauend entwickeln und erproben die Studierenden eigene Projekte mit Grundschulklassen der dritten und vierten Jahrgangsstufe in den DigiLLabs der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Hierzu erstellen sie in Kleingruppen dreistündige Projektbausteine, um den Kindern einen ersten Zugang zum Thema Algorithmen zu ermöglichen.

Die wissenschaftliche Begleitung des Seminars fokussiert die Erfahrungen und Erkenntnisse der Studierenden im Hinblick auf den unterrichtlichen Planungs- und Gestaltungsprozess (SoSe 2022: n= 23, WS22/23: n= 14). Durch die qualitative Inhaltsanalyse (Kuckartz, 2022) der Reflexionsberichte der Studierenden soll das Seminar konzeptionell und theoretisch weiterentwickelt werden. Im Zentrum steht die Frage, wie ein Seminar gestaltet sein kann und welche Hilfestellungen notwendig sind, um angehende Lehrkräfte der Grundschule zu befähigen, informatische Projekte zu planen, umzusetzen und kritisch zu reflektieren. Schwerpunktmäßig wurden die Berichte der Studierenden anhand folgender Fragestellungen ausgewertet:

  • Wie begründen die Studierenden ihre Entscheidung für oder gegen die im Seminar vorgestellten Lehr-Lernmedien zur Förderung des kindlichen Algorithmusverständnisses?
  • Wie begründen die Studierenden ihre sachanalytischen, fachdidaktischen und methodisch-didaktischen Entscheidungen in ihrer Projektplanung?  
  • Inwiefern sind die Studierenden in der Lage das selbstständig geplante und durchgeführte Projekt mit Blick auf inhaltliche, methodische, didaktische und fachliche Aspekte zu reflektieren? Welche Inhaltsfelder fokussieren sie hier besonders und welche Begründungslinien lassen sich identifizieren?   
  • Welche Unterstützungsbedarfe sind aus Sicht der Studierenden notwendig, um künftig selbst informatische Inhalte im Unterricht einzusetzen?

Das Seminar findet jedes Semester statt und richtet sich an Studierende im Fach Grundschuldidaktik. Es kann im Rahmen des Moduls „Sachunterricht 2“ (Veranstaltungsnummer: 05037410) belegt werden. Bei Fragen können Sie sich gerne an Tina Jocham oder Holger Wilhelm wenden.

  1. Haselmeier, K. (2019). Informatik in der Grundschule – Stellschraube Lehrerbildung. Zur Notwendigkeit nachhaltiger informatischer Bildung für angehende Grundschullehrkräfte. In A. Pasternak (Hrsg.), Informatik für alle. 18. GI-Fachtagung Informatik und Schule (S. 89-98). Bonn: Gesellschaft für Informatik.
  2. Kuckartz, U. & Rädiker, S. (2022). Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung (5. überarb. Aufl.). Weinheim: Beltz Juventa

Vergangene Projekte

  • Digitale Lernberatung (mit Prof. Dr. Stephan Ellinger, Pierre Walther)