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    Pädagogik bei Verhaltensstörungen

    Zukünftige Veranstaltungen

    SoSe 21: Interkulturelle Kompetenz im Klassenzimmer (IKiK) – Ein Angebot zur Förderung interkultureller Kompetenzen angehender Lehrkräfte

    Eine Veranstaltungsreihe des Lehrstuhls Sonderpädagogik V -Pädagogik bei Verhaltensstörungen und der GSiK-Zentrale, in Kooperation mit internen und externen Partnern

     

    Der Lehrstuhl Sonderpädagogik V – Pädagogik bei Verhaltensstörungen – der Uni Würzburg organisiert zum wiederholten Mal in Kooperation mit der Zentrale für Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz (GSiK) der Uni Würzburg eine Veranstaltungsreihe, die sich inhaltlich speziell an (angehende) Lehrkräfte richtet. Gleichzeitig werden die Veranstaltungen auch für Studierende aller Studiengänge geöffnet.
    In diesem Semester können die Veranstaltungen, sofern noch Plätze zu vergeben sind, auch von Referendar:innen und Lehrer:innen besucht werden (um die Zugangsdaten zu erhalten, melden Sie sich bitte per Mail bei Miriam Lohrmann (miriam.lohrmann@uni-wuerzburg.de) an).

    Globale und inter-/ transkulturelle Kompetenzen spielen in der heutigen Zeit eine zentrale Rolle im Umgang mit anderen Menschen. Mittlerweile ist das globale Lernen im Lehrplan Plus verankert, dennoch kann es im Rahmen der festgeschriebenen universitären Ausbildung nur bedingt Platz finden. Zudem äußern Studierende immer wieder den Wunsch, ihre Kompetenzen in diesem Bereich auszubauen sowie Unterstützung hinsichtlich ihrer Haltungsentwicklung, aber auch konkrete Handlungsideen zu erhalten. Diesem Wunsch versucht die Veranstaltungsreihe „IKiK“ auch im aktuellen Semester nachzukommen.
    Die neuen Veranstaltungen decken daher ein breites Themenspektrum in Bezug auf die Förderung des globalen Lernens und Lehrens im schulischen Kontext ab: von einem Vortrag mit Schüler:innen einer inklusiven Schule mit einem besonderen Konzept über Diskriminierung, Hate Speech und rechte Popkultur im Netz, Critical Whiteness bis hin zur Vorstellung interaktiver Lerntools zum (aktiven) Einsatz mit Schüler:innen und weiteren Unterstützungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zur Umsetzung ihres Bildungsauftrags im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
    Neben diesen anderthalb- bis dreieinhalbstündigen Workshops wird es zudem eine digitale „Multipliaktor:innenschulung“ für (angehende) Lehrkräfte geben, welche die (Sonder-)pädagog:innen darin unterstützen soll, das globale Lernen im schulischen Kontext umzusetzen.
    Die Workshops sind für alle Interessierten kostenlos. Studierende der Universität Würzburg können für jede Teilnahme einen GSiK-Punkt für ihr GSiK-Zertifikat erhalten (weitere Infos hierzu unter: https://www.uni-wuerzburg.de/gsik/zertifikate/).
    Ferner bietet der Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen in Kooperation mit dem Lehrstuhl Schulpädagogik im Rahmen dieser Reihe auch ein E-Learning-Seminar an, für das die Studierenden einen Seminarpunkt für das GSiK-Zertifikat erhalten können. Weitere Seminare des Lehrstuhls Pädagogik bei Verhaltensstörungen werden für Studierende ebenfalls u. a. im Rahmen dieser Reihe angeboten.
    Alle Workshops finden via Zoom statt.

    Wir bitten alle Studierenden, sich zu den Workshops/Seminaren in WueStudy anzumelden.
    Externe Teilnehmer:innen melden sich bitte bei Miriam Lohrmann unter
    miriam.lohrmann@uni-wuerzburg.de an. Die Zugangsdaten werden in der Regel am Tag vor dem Workshop an alle Angemeldeten verschickt.

     

    GSIK-Workshops

    Für dieses Semester sind folgende Workshops im Rahmen dieser Reihe geplant:

    Referentin: Lisa Pausch


    In diesem Workshop wird der Unterschied zwischen Hass und Meinung im Netz diskutiert und Handlungswissen, wie mit strafbaren Inhalten umgegangen werden soll, erarbeitet.

    Hate Speech soll auch im Netz mit einem Ansatz der Menschenrechte begegnet werden. Die Autor:innen von Hate Speech sollen nicht entmenschlicht, sondern von von Hate Speech betroffenen Personen(gruppen) eingeschlossen und unterstützt werden.

    Fragen, die zur Förderung der Reflexionsfähigkeit der Teilnehmenden beitragen sollen und im Rahmen des Workshops gestellt werden sind u. a.:

    Warum gibt es überhaupt Hass im Netz? Wie wirkt Hass auf das menschliche Gehirn und warum ist es so wichtig, in der Nachrichtenflut auf Social Media doch hier und da selbst ein klares Statement zu setzen?

    Als Grundlage hierfür dienen konkrete (Praxis-) Beispiele der Teilnehmenden.

    Referentinnen: Christina Pauls und Divine Umulisa


    Critical Whiteness wendet den Blick auf das eigene Weißsein und die Privilegien, welche die eigene soziale Position bestimmen. Die Teilnehmenden betrachten, wie sich Rassismus strukturell und global institutionalisiert hat, mit besonderem Fokus auf deutsche Kolonialgeschichte. Neben der Reflexion über den eigenen Sprachgebrauch (Weiß-Schwarz-PoC) beschäftigen sich die Anwesenden mit Formen der epistemischen, kulturellen und strukturellen Gewalt, wie Alltagsrassismus, kultureller Aneignung, Blaming-the-Victim, White Fragility u.Ä. Die Teilnehmer:innen reflektieren die vielfältigen Weisen auf denen sie - bewusst oder unbewusst - zu solchen Gewaltformen beitragen und welche Möglichkeiten es gibt, diese Mechanismen aufzudecken und anzusprechen. Auch die Reflexion dieser Erkenntnisse und ihre Bedeutung für den Schulalltag soll in diesem Workshop ihren Raum bekommen.

    Referent: Johannes Scholz-Adam


    Dass sich die neue Rechte mittlerweile ein schlagkräftiges und zum Teil sehr gut abgestimmtes Online-Netzwerk rund um die Social Media Plattformen wie Telegram, Facebook und Instagram aufgebaut hat, ist spätestens seit der Enttarnung des neurechten Online Think Tanks „Reconquista Germanica“ kein Geheimnis mehr.
    Der Online Workshop soll Einblicke über unterschiedliche Akteuer:innen, (online) Aktionsformen sowie Strategien und Ziele der neurechten Bewegung gewähren. Im Fokus stehen hier vor allem Social Media und andere Online-Angebote, die gezielt zur Agitation und Indoktrination genutzt werden.
    Gleichzeitig ist es das Ziel, gemeinsam Lösungsansätze und Handlungsoptionen zu diskutieren, die im Umgang mit Fake News und Verschwörungsnarrativen hilfreich sein können, um das Verbreiten von Falschmeldungen einzudämmen.

    Referentin: Prof. Dr. Gabriele Schrüfer (Lehrstuhlinhaberin für Didaktik der Geographie, Universität Bayreuth)


    Globale Herausforderungen erfordern (neue) Kompetenzen im Unterricht, wie zum Beispiel systemisches Denken, multiperspektivisches Bewerten und eigenverantwortliches Gestalten. Reflectories als auditiv ausgerichtete Online-Lerntools sollen dazu beitragen, diese Kompetenzen zu fördern. Sie ermöglichen die Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen und damit einhergehenden Unsicherheiten.
    Reflectories („reflect“ und „story“) sind interaktive Lerntools zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs). Die Ziele wurden von den Vereinten Nationen gesetzt, um globalen Herausforderungen entgegenzuwirken. Anhand von auditiven Elementen, Kurztexten und Abbildungen tauchen Nutzer:innen in eine Geschichte ein und werden vor herausfordernde Problemsituationen gestellt. Dabei lernen sie unterschiedliche Akteur:innen kennen und erhalten verschiedene, teilweise auch kontroverse, Informationen. Wiederholt müssen Entscheidungen getroffen werden, die den weiteren Verlauf der Geschichte beeinflussen. Die Konsequenzen der Entscheidungen werden direkt im Anschluss sichtbar.

    Referent:innen: Schüler:innen und Pädagog:innen der Primar- und Sekundarstufe der Ilztalschule in Kalteneck


    Wie kann Individualisierung, Wertevermittlung, altersgemischtes Lernen anders als vielleicht aus der eigenen Schulzeit bekannt, funktionieren? Kann auch ohne Noten eine Leistungsmotivation für Schüler:innen aufgebaut werden? Wie kann Schule ressourcenorientiert, wertschätzend und inklusiv erlebt werden?
    Bei einer Hospitation in der Ilztalschule in Kalteneck erleben auch Besucher, wie die Schüler:innen hier neben lehrplanbezogenen Themen, beispielsweise auch alltags-/lebenspraktische Aspekte und Werte z. B. in Form eines von einem/r Kreisprecher:in moderierten Abschlusskreises, der Versorgung von Bienen oder auch verschiedenen AGs erlernen und erleben.
    Die Ilztalschule zeigt, nicht nur im Hinblick auf einen sehr gelingenden Digitalunterricht: Schule kann auch anders sein, als viele von uns sie vielleicht selbst erlebt haben oder sich vorstellen.

    In diesem Vortrag kommen neben den Erwachsenen, die u.a. mit sehr viel Begeisterung, Motivation, Kreativität und Engagement nicht nur den Rahmen für diese besondere Art des Lernens gestalten, auch die Jüngeren zu Wort, die zum Erwerb und Erleben vielseitiger Kompetenzen in diesem Setting ebenfalls ihren Beitrag leisten: die Schüler: innen der Ilztalschule.
    Im Anschluss an die Vorstellung der Schule und des Konzepts stehen die Schüler:innen und Pädagog:innen für einen Austausch, Fragen und auch für Impulse und Kritik zur Verfügung.

    Referentinnen: Jana Funk, Angela Nasimi und Miriam Lohrmann


    „Unter dem Begriff Intersektionalität wird die Verschränkung verschiedener Ungleichheit generierender Strukturkategorien verstanden. Intersektionale Theorie zielt daher darauf ab, das Zusammenwirken verschiedener Positionen sozialer Ungleichheit zu analysieren und zu veranschaulichen, dass sich Formen der Unterdrückung und Benachteiligung nicht additiv aneinander reihen (sic!) lassen, sondern in ihren Verschränkungen und Wechselwirkungen zu betrachten sind.“ (Quelle: https://gender-glossar.de/i/item/25-intersektionalitaet)

    In dieser Veranstaltung setzen sich die Teilnehmenden zunächst auf theoretischer Ebene mit dem Begriff Intersektionalität, Machtstrukturen in der Gesellschaft und strukturellem Rassismus auseinander. Ferner soll ein Raum zum Austausch eigener Erfahrungen geschaffen, Selbstreflexionsprozesse angestoßen und so auch ein Transfer hinsichtlich des Auftretens und des Umgangs mit Intersektionalität im Schulalltag geschaffen werden.

    Referentin: Corinna Storm (ISB Bayern)

    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gehört zu einem der zentralen Bildungszielen an bayerischen Schulen und ist fest in der neuen Lehrplangeneration „LehrplanPLUS“ als sogenanntes schulart- und fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel (FÜZ) verankert worden. Insgesamt weist der LehrplanPLUS 15 dieser Bildungs- und Erziehungsziele aus. Das Konzept der BNE ist dabei besonders umfassend und bietet Schnittmengen zu allen weiteren FÜZ. Der Vortrag geht darauf ein, welche Bedeutung BNE im schulischen Kontext zukommt und verweist auf verschiedene Unterstützungsangebote, die Lehrkräfte in der Umsetzung ihres Bildungsauftrags mit praktischen Tipps, Informationen und Materialien Hilfestellung bieten.

    Referentin: Corinna Storm (ISB Bayern)


    (siehe Beschreibung vom 29.06.2021)

    Lesung aus dem Buch Sprache und Sein:

    SPRACHE UND SEIN

    Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse –­ anders miteinander kommunizieren?

    GSIK-Seminare im Rahmen der Reihe "Interkulturelle Kompetenz im Klassenzimmer"

    Ferner können Studierende aller Fachrichtungen bei den folgenden Seminaren der Lehrstühle Schulpädagogik und Pädagogik bei Verhaltensstörungen einen Seminarpunkt für das GSiK-Zertifikat erwerben:

    Referentin: Prof.in Dr. Silke Grafe (Lehrstuhl für Schulpädagogik, Julius-Maximilians- Universität Würzburg)


    Das Online-Seminar greift zentrale Aspekte des Themenbereiches interkulturelle Bildung und Schulentwicklung auf und vermittelt Grundlagenwissen sowie praxisrelevante Kompetenzen. Neben dem Überblick über die aktuellen Ansätze interkultureller Bildung und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis konzentriert sich das Seminar auf eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Themen gesellschaftliche Zuschreibungen, (Mehrfach-) Zugehörigkeiten und Identitäten, Diskriminierung und Rassismus, interkulturelle Elternarbeit und interkulturelle Schulentwicklung, die für Ihr zukünftiges professionelles Handeln in der Migrationsgesellschaft von großer Bedeutung sind. Durch multimedial aufbereitete Unterstützungsmaterialien und fallbezogene Aufgaben werden die Teilnehmenden dazu befähigt, Handlungsoptionen zu besonders bedeutsamen und herausfordernden Situationen im Kontext interkulturell-migrationsgesellschaftlicher schulischer Arbeit zu entwickeln. Die Inhalte können durch das Online-Format flexibel von zu Hause aus bearbeitet werden.

    Referentin: Miriam Lohrmann (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)


    In diesem Seminar soll sowohl theoretisch als auch handlungsfeldspezifisch ein Überblick über verschiedene Beratungsansätze unter besonderer Bezugnahme des interkulturellen und migrationsbedingten Kontextes gegeben werden. Neben Theorieansätzen zur interkulturellen Beratung sollen ebenso die Beziehungsgestaltung in der Beratung und auch zentrale Themen in interkulturellen Beratungsgesprächen thematisiert werden. Zudem wird in vorliegendem Seminar mit Bilderbüchern und Geschichten gearbeitet, da diese ein elementares Medium bzw. Hilfsmittel in (realen) Beratungssituationen darstellen können.

    Referentin: Miriam Lohrmann (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)


    In diesem Seminar soll mit Hilfe erlebenspädagogischer Methoden ein Zugang zum interkulturellen Lernen, Kommunizieren und Zusammenarbeiten geschaffen werden. Neben grundlegenden Begriffen aus den Bereichen Kultur, Interkulturalität und Erlebnispädagogik, sollen auch die Chancen und Herausforderungen von erlebenspädagogischen Methoden im Kontext Inter-/ Transkulturalität, Diversität und Internationalität Gegenstand des Seminars sein.

    Referentin: Miriam Lohrmann (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
     

    Den Studierenden sollen mögliche Auswirkungen von Flucht- und Migrationserfahrungen aufgezeigt sowie Meinungen, Wahrnehmungen und Erfahrungen ausgetauscht wie auch diskutiert werden. Zunächst sollen die Teilnehmenden einen Einblick in bestehende Kulturkonzepte erhalten und so grundlegendes Wissen im Hinblick auf Kulturverständnis und Begrifflichkeiten im Kontext Flucht und Migration erwerben. Im weiteren Verlauf werden einige Verhaltensstörungen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Ziel ist es, die Studierenden für kulturabhängige/ -spezifische und migrationsbedingte Verhaltensweisen/ -störungen und psychische Erkrankungen zu sensibilisieren.

    Weitere Infos zu den jeweiligen Workshops, sowie ausführliche Beschreibungen finden Sie auch unter: https://www.uni-wuerzburg.de/gsik/veranstaltungen/veranstaltungskalender/

    und direkt in WueStudy unter der jeweiligen Veranstaltung.

    Bei Fragen können Sie sich gerne an Miriam Lohrmann unter miriam.Lohrmann@uni-wuerzburg.de wenden. Die Anmeldung zu den Seminaren erfolgt ebenfalls über WueStudy.

     

    Leitung:

    Prof. Dr. Roland Stein und Prof. Dr. Thomas Müller, Lehrstuhl Sonderpädagogik V – Pädagogik bei Verhaltensstörungen