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Intern
    Pädagogik bei Verhaltensstörungen

    Vergangene Veranstaltungen

    WiSe 20/21: Interkulturelle Kompetenz im Klassenzimmer (IKiK) – Ein Angebot zur Förderung interkultureller Kompetenzen angehender Lehrkräfte

    Eine Veranstaltungsreihe des Lehrstuhls Sonderpädagogik V -Pädagogik bei Verhaltensstörungen und der GSiK-Zentrale, in Kooperation mit internen und externen Partnern

    Der Lehrstuhl Sonderpädagogik V - Pädagogik bei Verhaltensstörungen - der Universität Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Stein  organisierte zum wiederholten Mal in Kooperation mit der Zentrale des Projekts Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz (GSiK) eine Veranstaltungsreihe, die sich inhaltlich speziell an angehende Lehrkräfte richtete. Zugleich wurden die Veranstaltungen auch für Studierende aller Fachrichtungen geöffnet. Im WS 2020-21 wurden die Workshops erstmalig auch für externe Interessierte zugänglich gemacht, insbesondere für Lehrkräfte, die sich in der 2. Ausbildungsphase befinden oder schon nach dem 2. Staatsexamen als Lehrerinnen und Lehrer arbeiten. Durch diese Öffnung konnten nicht nur Studierende aus unterschiedlichen Fächern durch verschiedene Sichtweisen auf einen Themenbereich den Lernprozess bereichern, sondern auch Interessierte aus verschiedenen Ausbildungsphasen dazu beitragen, dass durch einen solchen Austausch ein noch differenzierter Blick auf verschiedene Themen gewonnen werden konnte. Ziel war es, eine stärkere Sensibilisierung für die Thematik interkultureller Kompetenz zu erreichen und solche Kompetenzen von (angehenden) Lehrkräften zu stärken.

    Die Workshops waren für alle Interessierten kostenlos. Studierende der Uni Würzburg konnten für jede Teilnahme einen GSiK-Punkt für ihr GSiK-Zertifikat erhalten (weitere Infos hierzu unter: https://www.uni-wuerzburg.de/gsik/zertifikate/). Ferner bot der Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen in Kooperation mit dem Lehrstuhl Schulpädagogik im Rahmen dieser Reihe auch Seminare an, für die die Studierenden einen Seminarpunkt für das GSiK-Zertifikat erhalten konnten.

    GSiK-Workshops

    In diesem Semester fanden folgende Workshops im Rahmen dieser Reihe statt:

    Referenten: Okba Kerdiea und Saad Saad (Referenten bei Bildung trifft Entwicklung)


    Globale Krisen und ungleiche Strukturen bewirken weltweite Flüchtlings- und Migrationsbewegungen, die uns auch in Deutschland betreffe. Während des Workshops wollen wir uns mit unseren eigenen Ängsten und Vorurteilen in Bezug auf die Integration und das Zusammenleben mit Geflüchteten in unserem Land beschäftigen. Okba Keridea erzählt seine eigene Geschichte, ferner tauschen die Teilnehmenden ihrer Erfahrungen aus und entwickeln Ideen für das Zusammenleben.

    Referentin: Irmtraud Lechner (Referentin bei Bildung trifft Entwicklung)

     

    Anhand von Anekdoten seit den 1990er Jahren werden beispielhaft Fluchtursachen, Fluchtwege, Integration in Europa und das Leben nach einer Rückführung bzw. Abschiebung zurück im Herkunftsland beschrieben. Die Teilnehmenden werden eingeladen, ihnen bekannte pädagogische Angebote zur Begleitung Geflüchteter zu reflektieren.

    Referent: Kevin Brown

    In der Veranstaltung wird auf die "Erfindung" der „dritten Welt“ und des Begriffs der Entwicklung in der Nachkriegszeit eingegangen. Alternative Messindizes und Lebensansätze, vor allem aus dem lateinamerikanischen Raum, werden dargestellt. Der Zuhörer wird angeregt, seine eigene Gedankenwelt im Bezug auf die Welt und andere Länder zu überprüfen.

    Referentin: Dr. Yangping (Maggie) Zhou


    Im Workshop wird die allgemeine Situation des Bildungssystems und die Kultur des Lernens in China thematisiert. Ferner wird die Rolle der Edtech Unternehmen im Bereich Bildung am Beispiel von Apps und Plattformen erörtert.

    Ziel ist es, die Lerneffekte, Akzeptanz und Herausforderung für das digitale/online Lernen in China während des Ausbruchs Covid 19 sowie die Entwicklung des digitalen Lernens nach dem Ausbruch der Pandemie in China, bzw. Chancen und Risiken davon aufzuzeigen und zu diskutieren.

    GSiK- Seminare im Rahmen der Reihe „Interkulturelle Kompetenz im Klassenzimmer“

    Ferner konnten Studierende aller Fachrichtungen bei den folgenden Seminaren der Lehrstühle Schulpädagogik und Pädagogik bei Verhaltensstörungen einen Seminarpunkt für das GSiK-Zertifikat erwerben:

    Referentin: Prof.in Dr. Silke Grafe (Lehrstuhl für Schulpädagogik, Julius-Maximilians- Universität Würzburg)


    Das Online-Seminar greift zentrale Aspekte des Themenbereiches interkulturelle Bildung und Schulentwicklung auf und vermittelt Grundlagenwissen sowie praxisrelevante Kompetenzen. Neben dem Überblick über die aktuellen Ansätze interkultureller Bildung und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis konzentriert sich das Seminar auf eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Themen gesellschaftliche Zuschreibungen, (Mehrfach-)zugehörigkeiten und Identitäten, Diskriminierung und Rassismus, interkulturelle Elternarbeit und interkulturelle Schulentwicklung, die für Ihr zukünftiges professionelles Handeln in der Migrationsgesellschaft von großer Bedeutung  sind. Durch multimedial aufbereitete Unterstützungsmaterialien und fallbezogene Aufgaben werden Sie dazu befähigt werden, Handlungsoptionen zu besonders bedeutsamen und herausfordernden Situationen im Kontext interkulturell-migrationsgesellschaftlicher schulischer Arbeit zu entwickeln. Die Inhalte können durch das Online-Format flexibel von zu Hause aus bearbeitet werden.

    Referentin: Dr.in Moiken Jessen (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)


    Der Kurs „DaZ im mehrsprachigen Klassenzimmer“ untersucht vor dem Hintergrund der generellen sprachlichen Vielfalt in der Gesellschaft die besonderen Chancen und Herausforderungen für LehrerInnen und SchülerInnen, die sich daraus für den Unterricht ergeben. Wir betrachten Spracherwerbsprozesse, Unterschiede zwischen den Ausgangssprachen und dem Deutschen, so wie die Unterschiede zwischen Bildungssprache und Alltagssprache.

    Im praktischen Teil werden Kompetenzen für zeitgemäßes interkulturelles Lehren und Lernen geschult, um SchülerInnen mit nichtdeutscher Erstsprache sprachlich noch besser zu fördern.

    Referentin: Miriam Lohrmann (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)


    In diesem Seminar soll mit Hilfe erlebnispädagogischer Methoden ein Zugang zum interkulturellen Lernen, Kommunizieren und Zusammenarbeiten geschaffen werden. Neben rrundlegenden Begriffen aus den Bereichen Kultur, Interkulturalität und Erlebnispädagogik, sollen auch die Chancen und Herausforderungen von erlebnispädagogischen Methoden im Kontext Interkulturalität, Diversität und Internationalität Gegenstand des Seminars sein.

    Referentin: Miriam Lohrmann (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)

    Den Studierenden sollen mögliche Auswirkungen von Flucht- und Migrationserfahrungen aufgezeigt und Meinungen, Wahrnehmungen sowie Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert werden. Zunächst sollen die Teilnehmenden (TN) einen Einblick in besthende Kulturkonzepte erhalten und so grundlegendes Wissen im Hinblick auf Kulturverständnis und Begrifflichkeiten im Kontext Flucht und Migration erwerben. Im weiteren Verlauf werden verschiedene Verhaltensstörungen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Ziel ist es die Studierenden für kulturabhängige/-spezifische und migrationsbedingte Verhaltensweisen/-störungen und psychische Erkrankungen zu sensibilisieren.

    Referentin: Miriam Lohrmann (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)


    In dem Seminar werden gemeinsam Grundbegriffe und grundlegende Kommunikationstheorien erarbeitet um darauf aufbauend Relevanz, Besonderheiten und Probleme interkultureller Kommunikation genauer betrachten zu können. Mit Hilfe von praktischen Übungen sollen diese theoretischen Aspekte unterstützt, erweitert und verdeutllicht werden. 
    Ferner soll sowohl für die Kommunikation in Alltagssituationen sensibilsiert werden, als auch Anstöße für die schulische und außerschulische Arbeit im Bereich der Kommunikation gegeben werden.

    Referentin: Miriam Lohrmann (Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)


    In diesem Seminar soll sowohl theoretisch als auch handlungsfeldspezifisch ein Überblick über verschiedene Beratungsansätze unter besonderer Bezugnahme des interkulturellen und migrationsbedingten Kontextes gegeben werden. Neben Theorieansätzen zur interkulturellen Beratung sollen ebenso die Beziehungsgestaltung in der Beratung oder auch zentrale Themen in interkulturellen Beratungsgesprächen thematisiert werden. Auch Bilderbücher und Geschichten als Hilfsmittel in Beratungssituation sollen Teil des Seminares sein.

    Weitere Infos zu den stattgefundenen Workshops finden Sie in der Rubrik "Archiv.

    Bei Fragen können Sie sich gerne an Miriam Lohrmann unter Miriam.Lohrmann@uni-wuerzburg.de wenden. Die Anmeldung erfolgt für Studierende über Wuestudy, Nicht-Studierende der Uni Würzburg können sich direkt bei Miriam Lohrmann anmelden.