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    Pädagogik bei Verhaltensstörungen

    Veranstaltungen im WiSe 21/22

    WiSe 21/22: Interkulturelle Kompetenz im Klassenzimmer (IKiK) – Ein Angebot zur Förderung interkultureller Kompetenzen angehender Lehrkräfte

    Eine Veranstaltungsreihe des Lehrstuhls Sonderpädagogik V -Pädagogik bei Verhaltensstörungen und der GSiK-Zentrale, in Kooperation mit internen und externen Partnern

     

    Der Lehrstuhl Sonderpädagogik V – Pädagogik bei Verhaltensstörungen – der Uni Würzburg organisiert zum wiederholten Mal in Kooperation mit der Zentrale für Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz (GSiK) der Uni Würzburg eine Veranstaltungsreihe, die sich inhaltlich speziell an (angehende) Lehrkräfte richtet. Gleichzeitig werden die Veranstaltungen auch für Studierende aller Studiengänge geöffnet.
    In diesem Semester können die Veranstaltungen, sofern noch Plätze zu vergeben sind, auch von Referendar:innen und Lehrer:innen besucht werden (um die Zugangsdaten zu erhalten, melden Sie sich bitte per Mail bei Johanna Lawall (johanna.lawall@uni-wuerzburg.de) an).

    Globale und inter-/ transkulturelle Kompetenzen spielen in der heutigen Zeit eine zentrale Rolle im Umgang mit anderen Menschen. Mittlerweile ist das globale Lernen im Lehrplan Plus verankert, dennoch kann es im Rahmen der festgeschriebenen universitären Ausbildung nur bedingt Platz finden. Zudem äußern Studierende immer wieder den Wunsch, ihre Kompetenzen in diesem Bereich auszubauen sowie Unterstützung hinsichtlich ihrer  Haltungsentwicklung, aber auch konkrete Handlungsideen zu erhalten. Diesem Wunsch versucht die Veranstaltungsreihe „IKiK“ auch im aktuellen Semester nachzukommen.
    Die neuen Veranstaltungen decken daher ein breites Themenspektrum in Bezug auf die Förderung des globalen Lernens und Lehrens im schulischen Kontext ab. Eine detaillierte Übersicht über die Veranstaltungen folgt an dieser Stelle in Kürze.


    Die Workshops sind für alle Interessierten kostenlos. Studierende der Universität Würzburg können für jede Teilnahme einen GSiK-Punkt für ihr GSiK-Zertifikat erhalten (weitere Infos hierzu unter: https://www.uni-wuerzburg.de/gsik/zertifikate/).

    Wir bitten alle Studierenden, sich zu den Workshops/Seminaren in WueStudy anzumelden (Veranstaltungsnummer 05048790).
    Externe Teilnehmer:innen melden sich bitte bei Johanna Lawall unter  johanna.lawall@uni-wuerzburg.de an. Die Zugangsdaten werden in der Regel am Tag vor dem Workshop an alle Angemeldeten verschickt.

    Auch in diesem Semester öffnet Prof. Dr. Silke Grafe vom Lehrstuhl für Schulpädagogik ihre Veranstaltung  "Interkulturelle Bildung und Schulentwicklung" (Veranstaltungsnummer 05033380) für Interessierte (montags 18-20 Uhr). Sie können sich auf WueStudy anmelden, bei Fragen wenden Sie sich direkt an Prof. Dr. Silke Grafe.

     

    GSIK-Workshops

    Inhaltliche Beschreibung:

    Ablauf: Kurze konzeptionelle Einführung durch die Pädagogen - allgemeines zur Schule und zum Konzept;
    Schülervortrag Grundschule mit Bildern: ein Schultag bei uns an der Ilztalschule ; Fragen an die Kinder/ Pädagogen; Schülervortrag Sekundarstufe mit Bildern: ein Schultag bei uns...; Fragen an die Jugendlichen/ Pädagogen

    Inhaltlich: Das Schulkonzept mit dem Schwerpunkt Inklusion (Konzept zum Download auf der Homepage: www.ilztalschule.de) wird durch den Schülervortrag auf der Ebene „Tagesablauf in Bildern“ nachvollziehbar. Sichtbare Unterschiede zu altbekannten schulischen Abläufen und Organisationsformen lassen automatisch kausale Fragen entstehen, durch die man ins Gespräch oder in die Diskussion gehen kann.

    Lernziel:

    • außergewöhnliche Einrichtungen mit dem Schwerpunkt Inklusion kennenlernen (bei Interesse sind auch Hospitationen oder Zusammenarbeit möglich)
    • kritische Fragen, Anregungen, neue Impulse und Austausch regen das Nachdenken bei Studierenden und den Lehrkräften der Schule an

    Informationen zu den Referierenden:
    Schülerinnen und Schüler aus der 3. und 4. Klasse der Grundstufe sowie Schüler aus der Sekundarstufe der ITS und je ein Pädagoge aus dem Grundschul- und Sekundarstufenbereich

    Inhaltliche Beschreibung:

    Kritisches Weißsein - was heißt das eigentlich genau und was hat das mit mir zu tun? Was bedeutet es, weiß zu sein in einer Gesellschaft, in der Rassismus durch die eigene Sozialisation unvermeidbar ist, aber selten anerkannt wird? Welche (alltäglichen) Privilegien habe ich, die ich als selbstverständlich erachte, gar nicht wahrnehme? Welche Wahrnehmung, Denk- und Verhaltensweisen habe ich selbst internalisiert? Bin ich mir über die Wirkmächtigkeit von Sprache bewusst?
    Dieses Einführungsseminar in das komplexe Themenfeld soll kleine Impulse zu einer ersten Sensibilisierung und Selbstreflexion geben. Der Beginn einer Auseinandersetzung ist der erste Schritt, um Rassismus in der Gesellschaft offenzulegen und aktiv reduzieren zu können.
    "Weiße Menschen als Ursache des Problems Rassismus müssen auch Teil der Lösung sein! "
    (Astrid Messerschmidt)

    Lernziele:

    • Grundsensibilisierung
    • Anerkennung, dass wir in der dt. Gesellschaft alle rassistisch sozialisiert sind
    • kritische Selbstreflexion und Wahrnehmung eigener Privilegien
    • je nach Zeit u.U. erste persönliche Lösungsansätze

    Informationen zu der Referentin:
    Andrea Gugger-Diouf ist Referentin des Eine Welt Netzwerk Bayern und hauptberuflich im öffentlichen Gesundheitswesen beschäftigt. Sie hat sich während des Studiums und verschiedener Praktika mit Interkulturalität und Rassismus beschäftigt.

    Inhaltliche Beschreibung:

    Erfahren der Hintergründe für weltweite Migration; Globale Fluchtbewegungen; Kennenlernen von Zahlen, Fakten und Fluchtursachen in den Herkunftsländern; Kulturelle Unterschiede anhand von Beispielen aus dem Alltag verstehen; Flucht- und Integrationsgeschichte anhand der persönlichen Erfahrung von Okba Kerdiea erleben; bei
    technischer Möglichkeit: Über Videotelefonie mit Menschen in Syrien (Mathematiklehrerin an einer öffentlichen Schule in Syrien) oder in den Flüchtlingslagern im Libanon in Kontakt treten.

    Lernziele:

    • Ängste und Vorurteile gegenüber „Fremden“(Flüchtlingen) in unserem Land abbauen
    • Hintergründe für weltweite Migration + Flucht thematisieren
    • Über Handlungsmöglichkeiten für die aktive Gestaltung unserer Gesellschaft und die Integration von Flüchtlingen nachdenken
    • Perspektivenwechsel ermöglichen: Die Welt mit anderen Augen sehen und eine andere Brille aufsetzen

    Informationen zu den Referenten:
    Okba Kerdiea hat einen Bachelor-Abschluss in englischer Literatur und ein Diplom in Bildung. Er hat als Englisch-Lehrer in Syrien vor Anfang des Krieges gearbeitet sowie später als Trainer im Bereich Friedens- und Demokratieentwicklung in Syrien. 2015 kam er nach Deutschland als Flüchtling, hat ein Jahr Bundesfreiwilligendienst im Altenheim in Hof gemacht und arbeitet seit Juli 2016 (nach Abschluss des Integrationskurses) als Projektleiter und Profiling (Potenzial Analyse) Trainer bei der bfz/bbw gGmbH Internationaler Bereich Hof für Entwicklungsprojekte zur Unterstützung von Flüchtlingen und Benachteiligte im Libanon und Nordirak sowie auch in Ghana, Äthiopien, Uganda und andere Länder. Seit 2015 hat er als
    Co-Referent an mehreren Seminaren über Flüchtlinge und Migration teilgenommen, im Jahr 2016 wurde er offiziell als Referent für BtE anerkannt.
    Mohamad Shadhan Naamo kommt aus Syrien und schreibt zurzeit seine Bachelorarbeit und macht ein Pflichtpraktikum im Bereich der Informatik. Im Rahmen des Projektes „Wegweiserkurse mit Einsatz von Kulturmittler/-innen“, das seitens des BAMF und des Bayerischen Volkshochschulverband e.V. koordiniert wurde, hat er als freiberuflicher Kulturmittler gearbeitet. Darüber hinaus ist er als Referent bei BTE tätig.

    Inhaltliche Beschreibung:

    Mit der Familienhilfe reagiert der Kinderschutzbund auf aktuelle Problemsituationen von Familien und bietet nach § 27,2 SGB VIII individuelle Hilfen vor Ort. Durch ehrenamtliche Unterstützung werden Eltern einerseits entlastet und andererseits die Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit gefördert. Die Hilfeplanung, Gestaltung und Durchführung der Hilfe ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, einen von allen Seiten getragenen
    Hilfeprozess zu gestalten. Konkret bedeutet dies, dass sich alle Beteiligten – Fachkräfte (Haupt- und Ehrenamtliche), Eltern und ihre Kinder - immer wieder in einen Aushandlungsprozess begeben müssen. Diese aktive und gleichberechtigte Mitwirkung aller Beteiligten ist sowohl eine Voraussetzung als auch eine Herausforderung. Dies gilt insbesondere dann, wenn Familien mit einer Migrationsbiographie beteiligt sind. Mit
    Fallbeispielen aus der praktischen Arbeit des Kinderschutzbundes Würzburg sollen Herausforderungen und Lösungsansätze vorgestellt werden, die aufzeigen, wie Bedürfnisse und Wahrnehmungen von Familien mit einer Migrationsbiografie in diesem Prozess berücksichtigt werden können.

    Lernziele:

    • Kennenlernen des Kinderschutzbundes Würzburg und seine Arbeitsweisen
    • Kennenlernen der Familienhilfe, eine Hilfe zur Erziehung nach § 27,2 SGB VIII
    • Kennenlernen von migrationssensiblen Aspekten im Hilfeplanverfahren
    • Kennenlernen eines professionellen Ehrenamtsmanagements

    Informationen zu der Referentin:
    Sybille Suryana, Diplom-Sozialpädagogin (FH), International Social Work with Refugees and Migrants (M.A.) arbeitet beim Kinderschutzbund in Würzburg

    Inhaltliche Beschreibung:

    Das 2003 gegründete Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern gGmbH (kurz ÜBZO) ist ganzheitlicher Bildungsdienstleister (www.uebzo.de). Kerngeschäft ist die duale Berufsausbildung v.a. im Metall- und Elektrobereich. In einer modernen und digitalen Ausbildungswerkstatt mit mehr als 3.000qm Fläche am Standort Weiherhammer können Inhalte für mehr als 20 Ausbildungsberufe geschult werden. Jährlich finden mehr als 200
    Ausbildungskurse für knapp 350 Auszubildende statt. Neben diesem Kerngeschäft für Firmen in der Region Oberpfalz, ist das ÜBZO als Praxispartner auch seit mehreren Jahren in internationalen Berufsbildungsprojekten involviert:
    Südafrika: In Kooperation mit der Universität Stuttgart und gefördert durch das Bundesbildungsministerium betreibt das ÜBZO seit 2018 das Projekt „TRAINME“, mittlerweile in 2. Auflage. In dem Projekt werden modulare  Weiterbildungsinhalte in den Bereichen Pädagogik, Maschinenbau und Elektrotechnik zur Qualifikation von Lehrpersonen an beruflichen Schulen (TVET Colleges) entwickelt und erprobt.
    https://www.uebzo.de/forschung/trainme
    China: Das ÜBZO unterstützt BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH an seinem Produktionsstandort in Shanghai bei der Qualifizierung zukünftiger FacharbeiterInnen in den Bereichen Metall- und Elektrotechnik mit Schwerpunkt Industrie 4.0. In Kooperation mit einer Berufsschule wird Berufsbildungspersonal geschult und duale Ausbildungsstrukturen nach deutschem Vorbild implementiert. https://www.uebzo.de/forschung/china
    Laos: Anknüpfend an das 2016 von BHS Corrugated initiierte und vom Bundesentwicklungsministerium geförderte Projekt „Recruitment and Training Programme“, betreibt das ÜBZO seit 2021 das „German Recruitment and Training Centre“. In Kooperation mit der staatlichen laotischen Berufsschule Lao-German Technical College und regionalen
    Unternehmen, entsteht aktuell eine überbetriebliche Ausbildungswerkstatt in Laos. Das Projekt wird ebenfalls vom Bundesentwicklungsministerium gefördert und möchte das innovative Konzept der überbetrieblichen Ausbildung für Laos adaptieren, um bedarfsgerechter, flexibler und v.a. fachpraktischer auszubilden.
    https://www.uebzo.de/forschung/laos

    Lernziele:
    Die Teilnehmenden erhalten durch die Erfahrungen aus der Praxis Einblicke in die Herausforderungen multi-ethnischer Unterrichtsszenarien, etwa Gemeinsame Sprache bedeutet nicht gleichzeitig gemeinsames Verständnis, Regelmäßiger Blick/Perspektivenwechsel auf beiden Seiten notwendig, um Verständnis für Handlungsweisen zu schaffen, Hierarchien und Unterschiede in der Körpersprache. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in die Komplexität internationaler (Berufs)Bildungsprojekte. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in kulturelle,
    administrative und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Länder Südafrika, Laos und China.

    Informationen zu den Referierenden:
    Carina Adam ist Projektleiterin des TRAINME Projekts in Südafrika und hierbei u.a. für die Kursgestaltung und die Projektorganisation verantwortlich. Helmut Windschiegl ist Trainer für Elektrotechnik im TRAINME Projekt in Südafrika.
    Xiaochen Zuo ist Trainer für Metalltechnik und Supervisor in China. Johannes Zeck ist Projektleiter des German Recruitment and Training Centres in Laos und verantwortlich für die administrative Gestaltung des Projekts.
    Outh Sinhmina schloss im Juli 2020 eine Ausbildung im Recruitment and Training Programme in Laos ab und begann Ende 2020 eine duale Berufsausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer bei BHS Corrugated in Weiherhammer.

    Inhaltliche Beschreibung:

    Ein wichtiger Grundsatz für eine nachhaltige menschliche Entwicklung sind Chancengleichheit und Rechte für alle, unabhängig von ihrem biologischen oder sozialen Geschlecht. In diesem Workshop wollen wir uns auf eine Reise durch die Welt begeben und dabei das Thema Gender Equality in den Fokus setzen. Was bedeutet es Gender Equality zu leben? Wie wird das Thema der Gender Equality in Lateinamerika aufgegriffen, und wie steht es um den Diskurs in Deutschland? Was würde eine lokale Gender Equality bedeuten? Und kann eine Gender Equality auch global erreicht werden? Können Menschen in gleicher Weise die Welt von morgen mitgestalten und haben sie dieselben Rechte? Mit diesen Fragen werden wir uns im Diskurs auseinandersetzen und dabei die eigenen Vorstellungen kritisch hinterfragen. So sollen neue Impulse herausgearbeitet werden, welche auch lokal zu einer
    verbesserten Gender Equality führen können.

    Lernziele:

    • Was bedeutet Gender Equality?
    • Wie kann man Gender Equality sichtbar machen?
    • Global Gender Equality einschätzen mit Fokus Deutschland & Lateinamerika.
    • Was kann ich lokal und global tun für mehr Gender Equality?

    Informationen zu der Referentin:
    Corinna Birner, M.Sc. in Psychologie, M.Sc. in International Economic Policy ist Referentin für Bildung trifft Entwicklung, nachdem sie einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Mexiko absolvieren durfte. Zusätzliche Erfahrungen hat sie aus einem Praktikum im Ecuador und Auslandssemestern im globalen Süden. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Arbeitsmarktökonomik an der JMU Würzburg; ihre Forschungsschwerpunkte sind Gender Stereotypes & Labor Market, Social Coherence, Experimental Economics.


     

     

     

    Bei Fragen können Sie sich gerne an Johanna Lawall unter johanna.lawall@uni-wuerzburg.de  wenden. Die Anmeldung zu den Seminaren erfolgt ebenfalls über WueStudy.

     

    Leitung:

    Prof. Dr. Roland Stein und Prof. Dr. Thomas Müller, Lehrstuhl Sonderpädagogik V – Pädagogik bei Verhaltensstörungen