Aktuelles

06.11.20 | Bewilligung Drittmittelprojekt: Die Friebe-Stiftung hat das Projekt "Teilhabe sehbeeinträchtigter Menschen durch alltagspraktische Fähigkeiten und Fertigkeiten (2021-2025)" bewilligt.

23.10.20 | Artikel in der Bayerischen Staatszeitung: Für ein bisschen mehr Star Trek in der Welt

01.10.20 | Neue Mitarbeiterin: Als erste wissenschaftliche Mitarbeiterin hat Lisa Kecke Ihren Dienst angetreten.

01.09.20 | Pressemitteilung der Universität Würzburg: Pädagogik bei Sehbeeinträchtigungen

28.08.20 | Artikel in der Main-Post: Besonderer Professor: Pädagoge mit und für Sehbeeinträchtigung

Stellenausschreibungen

Abordnung einer Lehrkraft für Informatik/Gymnasium (50%) mit Qualifikationsziel Promotion an die JMU Aufbau eines Erweiterungsfachs im Kontext "Barrierearmes Lernen":

Unser Lehrstuhl

Die Fachrichtung "Pädagogik bei Beeinträchtigungen des Sehens" befindet sich in der Konzeptionsphase und wird voraussichtlich zum Wintersemester 2021/2022 starten. Wir freuen uns über Ihr Interesse und beantworten gerne Ihre Fragen via E-Mail, telefonisch oder in einer Videokonferenz. Kontaktieren Sie uns!

Die Pädagogik bei Sehbeeinträchtigungen beschäftigt sich mit den Lebensbedingungen von Menschen mit Blindheit, Sehbehinderung oder Sehmehrfachbeeinträchtigung. Wesentliche Schwerpunkte sind hierbei vorschulische und schulische Bildungsprozesse, die Anbahnung und Sicherung der beruflichen Teilhabe sowie soziale und kulturelle Aspekte, die das Leben jenseits von Bildung und Arbeit mitbestimmen.

Gegenwärtige Forschungsfelder:
► Inklusive didaktisch-methodische Ansätze
► Digitales Lernen und assistive Technologie
► Freizeit und Wohnen
► Professionalisierungsprozesse von
     inkluionspädagogischen Fachkräften

Die Allgemeine Heil-, Sonder- und Inklusionspädagogik beschäftigt sich aus einer pädagogischen, sozialwissenschaftlichen und kulturkritischen Perspektive mit den Lebenswirklichkeiten von Menschen, die als behindert gelten oder deren Teilhabe aufgrund von Beeinträchtigungen oder einstellungs- und umweltbedingten Barrieren behindert wird.

Gegenwärtige Forschungsfelder:
► Leben mit Behinderung
► Selbstbestimmung und Selbstvertretung
► Behinderung im Kontext Social-Media

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Kontakt zu uns

Lehrstuhl für Sonderpädagogik VI
Pädagogik bei Sehbeeinträchtigungen sowie Allgemeine Heil-, Sonder- und lnklusionspädagogik



Univ.-Prof. Dr. phil. Dino Capovilla
Leitung des Lehrstuhls (84.01.010)
Tel.: +49 (0931) 31-87628
E-Mail: dino.capovilla@uni-wuerzburg.de



N.N.
Administration (84.01.009)
Tel.: +49 (0931) 31-xxxxx
E-Mail: xx



Campus Hubland Nord,
Gebäude 84, 1. OG
Öffnungszeiten : Mo - Do, 09:00-14:00 Uhr
Oswald-Külpe-Weg 84,
97074 Würzburg

Leitbild unseres Lehrstuhls

Behinderung und Sehbeeinträchtigung

Behinderung ist nicht mehr und auch nicht weniger als eine weitverbreitete Erfahrung, die sich ausgehend von einem essenziellen Kern ins Leben einschreibt und die schulische, berufliche oder gesellschaftliche Teilhabe einzelner Menschen beeinträchtigen kann.

Besteht dieser essenzielle Kern unter anderem in einer manifesten oder potentiellen Einschränkung des Sehvermögens, kann dies dazu führen, dass die über den visuellen Sinneskanal gewonnenen und über andere Sinneskanäle ergänzten verwertbaren Reize nicht ausreichen, um mindestens alle handlungsrelevanten visuellen Informationen zu rekonstruieren.

Die hieraus resultierenden Beeinträchtigungen oder Behinderungen sind der Ausgangspunkt unserer Bemühungen in Forschung und Lehre.


Augenhöhe für alle

Wir setzen auf verlässliche Erreichbarkeit und verbindliche Kommunikation unter Beachtung einer sparsamen Interaktionsfrequenz mit gebotener Netiquette.

Wir bieten eine persönliche, transparente und strukturierte Begleitung und Unterstützung bei allen Forschungs- und Studienbelangen und schaffen die entsprechenden Freiräume, erwarten dafür aber tatkräftigen Einsatz sowie inhaltliches und persönliches Engagement.

Wissenschaft

Wir betrachten unsere Fachdisziplin als eigenständige Fachwissenschaft, die zum einen Inhalte aus der allgemeinen Pädagogik, den allgemeinen Fachdidaktiken, der Medizin und Psychologie sowie anderen Bezugswissenschaften importiert und daraus einen eigenen Methodenkanon zur Individualisierung von Lern- und Beratungsprozessen generiert. Zum anderen verfügt unsere Fachdisziplin über diverse substanzielle Forschungsgegenstände wie eigene Kulturtechniken, Kompensations- und Substitutionskonzepte zur Realisierung von Zugänglichkeit und Barrierefreiheit, ein gewachsenes historisches Fundament sowie komplexe Sozialisations- und Institutionalisierungsprozesse, die der partikulären wissenschaftlichen Aufmerksamkeit bedürfen.

Wir streben danach, alle praktischen Handlungsfelder unserer Fachdisziplin zum Gegenstand der akademischen Forschung zu machen und wissenschaftlich zu durchdringen. Als eigenständige Forschungseinheit sehen wir unsere wichtigste Aufgabe in der Generierung einer neutralen Außenperspektive, die unabhängig und ohne Erfolgsdruck entsteht und von Lernbereitschaft und Offenheit für Veränderungen geprägt ist. Dabei streben wir aus professioneller Perspektive nach einer Harmonisierung der beratend-diagnostisch und der autonom-selbstvertretenden Ansätze im Umgang mit Beeinträchtigungen und Behinderungen, um die autonome Selbstbestimmung möglichst aller Menschen zu stärken.

Im Bewusstsein, dass unsere Fachdisziplin aufgrund ihrer immanenten Spezifität und Reichweite nur begrenzt auf Impulse aus anderen Fachwissenschaften hoffen kann, möchten wir selbst passende Schnittstellen offerieren und unsere Forschungsleistungen attraktiv machen. Demgemäß sehen wir uns kategorisch einem interdisziplinären Denken und Handeln verpflichtet.

Leitbild Lehre

Unsere Lehre folgt der Idee eines aktiven forschenden Lernens, das durch die theoriegeleitete Reflexion in der konkreten Auseinandersetzung mit der beruflichen Praxis erfolgt.

Dabei suchen wir nach Erklärungen, kritischen Perspektiven, Denkalternativen und Widersprüchen, die es zu diskutieren, auszuhalten oder weiterzuentwickeln gilt.

Wir setzen uns durch die Förderung studentischer empirischer Forschung, den Abbau von formalen und bürokratischen Forschungsverhinderungen oder auch die Unterstützung von Abordnungen und praktischen Lehrtätigkeiten für einen aktiven Kompetenztransfer und Austausch ein.

Wir sehen in digitalen Medien und Technologien einen wesentlichen Schlüssel zur Realisierung von Teilhabe auf allen Ebenen.

Aus diesem Grund legen wir sowohl bei Lehrenden als auch bei Lernenden großen Wert auf eine fundierte, verantwortungsvolle und zielführende Ausbildung im Umgang mit digitalen Medien und Technologien.

Wir postulieren die Überwindung papiergebundener Arbeitsprozesse in der Verbindung von Zugänglichkeit und Barrierefreiheit sowie ökologischer Nachhaltigkeit.